Kräuterfibel
In der schönen alpinen Bergwelt wachsen unzählige Heilkräuter, die zu Rezepturen verarbeitet werden. Denn schon der Volksmund sagt seit jeher „für jedes Wehwehchen ist ein Kräutlein gewachsen“. Und gerade heutzutage wird wieder vermehrt auf die alten Rezepturen zurückgegriffen. Die Energie der Pflanzen als natürliche Quelle für Gesundheit nutzen.
Hier finden Sie eine kleine Auswahl an Pflanzen die im Alpenraum wachsen und erfahren, welche Wirkung sie auf den Menschen haben.
Brennessel
Fast jeder hat mit ihr schon eine brennende Bekanntschaft gemacht. Aufgrund dessen wird sie auch vielfach vermieden, obwohl sie eigentlich einen Ehrenplatz in jedem Garten haben sollte. Ihre Heilwirkung: Stoffwechselfördernd, gegen Verstopfung & Durchfall, Appetitlosigkeit, Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden
Anwendung: als Tee, im Salat, in der Suppe oder wie Spinat
Liebstöckel
In der Küche ist diese Pflanze als Maggikraut bekannt, jedoch in der Medizin wurden die Wurzeln und Samen für die Verdauung und den Harnapparat verwendet.
Ihre Heilwirkung: gegen Blähungen, Magenbeschwerden, Halsentzündung, Husten, Appetitlosigkeit Anwendung: Wurzel oder Blätter als Tee oder Tinktur, der Tee schmeckt sehr würzig
Löwenzahn
Löwenzahn sieht man auf allen Wiesen und Weiden. Er ist eine anspruchslose Pflanze. Seine Heilwirkung: gallentreibend, harntreibend, blutdrucksenkend, stoffwechselanregend Anwendung: als Tee, Pesto, in Wildkräutersuppe
Mistel
Die Mistel ist seit jeher eine magische Pflanze und galt als Allheilmittel. Sie wächst in den Wintermonaten in Form einer Kugel auf kahlen Bäumen.
hre Heilwirkung: beruhigend, entzündungshemmend, Fiebersenkend, bei Kopfschmerzen Anwendung: als Tee als Kaltauszug damit sich die giftigen Stoffe nicht entfalten können
Schafgarbe
Sie wächst wild auf Wiesen und Wegrändern und begleitet uns auf ziemlich jedem Wanderweg. Sie wird vor allem für die Verdauungsorgane und bei Frauenleiden eingesetzt. Ihre Heilwirkung: blutstillend, krampflösend, gegen Gastritis, Blähungen und Durchfall, bei Menstruationsbeschwerden und Kreislaufschwäche, fördert Wundheilung Anwendung: als Tee oder Tinktur
Dill
Dill ist vor allem wegen seines Würzens von Gurken und Salat bekannt, hat jedoch auch die Heilfähigkeit bei Säuglingen Blähungen zu vermindern.
Seine Heilwirkung: Blähungen vermindern, milchfördernd, bei Schlaflosigkeit und Gebärmutterkrämpfen
Anwendung: als Tee, als warme Kompresse in Olivenöl
Schlüsselblume
Die Schlüsselblume ist die Blume im Frühjahr. Jedoch sieht man sie immer seltener & sie steht daher unter Naturschutz. Wer die Schlüsselblume im Garten hat, kann sich erfreuen, denn sie hat viele Anwendungsmöglichkeiten
Ihre Heilwirkung: schleimlösend bei Husten, schmerzlindernd, schweißtreibend
Anwendung: als Tee oder Tinktur
Frauenmantel
Diese Pflanze ist besonders bei Frauen sehr beliebt, da sie für alle Frauenleiden einsetzbar ist. Ihre Heilwirkung: gegen Menstruationsbeschwerden, während der Schwangerschaft oder nach der Geburt, damit sich die Gebärmutter zusammenzieht
Anwendung: Frauenmanteltee schluckweise trinken
Engelwurz
Der Engelwurz ist eine sehr aromatische Pflanze und eignet sich daher ausgezeichnet zum Ansetzen von Wein und Schnaps.
Seine Heilwirkung: verdauungsanregend, Anregung der Gallentätigkeit, blähungslindernd Anwendung: Aufguss, Kräuterschnaps
Beifuss
Hier werden nur die Blüten verwendet und vor allem bei fettreichen Fleischgerichten dazu serviert, um die Verdauung anzuregen.
Seine Heilwirkung: Gallentätigkeit anzuregen, magenanregende Wirkung
Anwendung: als Tee oder direkt die Blätter
Ringelblume
Die Ringelblume ist die Heilpflanze des Jahres 2009. Man kennt diese Pflanze meist aus seiner Jugendzeit, da man hier das Spiel „Er liebt mich, er liebt mich nicht“ angewendet hat. Ihre Heilwirkung: entzündungshemmend bei infizierten Wunden & chronisch eiternden Wunden, krampflösend, durchblutungsanregend
Anwendung: als Salbe, Aufguss oder Tee
Lavendel
Lavendel wird vor allem als ätherisches Öl verwendet, da es einen angenehmen Duft verbreitet. Seine Heilwirkung: beruhigend, entspannende und zusammenziehende Wirkung
Anwendung: als Tee, Badezusatz, Kräuterkissen, Kompresse für Gesichtsdampfbad
Zitronenmelisse
Der Ursprung der Melisse ist im Mittelmeerraum zu finden. Die Heilpflanze wurde dann von Mönchen in die Klostergärten im Alpenraum gebracht. Der bekannte Melissengeist wurde zuerst nur von Mönchen hergestellt.
Ihre Heilwirkung: krampflösend, beruhigende-entspannte Wirkung, blähungsmindernd, nervösen Magenleiden
Anwendung: als Tee
Pfefferminze
Nur die echte Pfefferminze, die als Trippelbastard (3 Elternteile) gezogen wird und sich vegetativ vermehrt enthält Menthol. Alle anderen Minzearten enthalten kein Menthol. Daher nicht regelmäßig Pfefferminze zu sich nehmen, denn sie hat eine gegenteilige Wirkung auf den Körper, wie z.B. Schleimhautreizungen
Ihre Heilwirkung: leicht betäubende Wirkung auf die Schleimhaut somit Magenberuhigend, stark gallenanregend
Anwendung: als Tee

